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Historisches vom Fest

Weihnachten
Allgemein geht man davon aus, dass der Anlass die Geburt Christi war. Angefangen hat aber alles schon viel früher. Um 2000 v. Chr. beging man im Gebiet des heutigen Irak, 5 Tage lang ein Fest, bei dem man Geschenke austauschte und Prozessionen abhielt. So wurde das Ende des Winters und der Beginn des neuen Jahres mit Spielen und Vergnügungen gefeiert. Die Perser brannten große Feuer zur Sonnenwende ab. Dieses Fest galt dem Lichtgott Mithras, dem Spender von Fruchtbarkeit, Frieden und Sieg. Der Kult wurde durch Soldaten und Händler bis nach Griechenland und ins Römische Reich getragen. Er verbreitete sich von hier bis nach Germanien und Britannien.
Bei den Germanen war zu Beginn des Winters Schlachtzeit, also Zeit für Opferbräuche und Festgelage.
Im Baltikum und Skandinavien beging man ein Winterfest, Jul genannt, zu Ehren der Götter Odin und Thor. Die Römer feierten Mitte Dezember, wenn die Sonne den tiefsten Stand des Jahres erreicht, eine Woche lang ein wildes Fest - Saturnalien. Die Wintersonnenwende war ein heiliger Tag, dies natalis invicti solis genannt. Es war der Geburtstag der unbesiegten Sonne. Die Römer schmückten ihre Häuser mit Lorbeer und anderen Grünpflanzen, Freunde tauschten Geschenke aus, Kämpfe wurden ausgesetzt und Verbrecher nicht hingerichtet und die Sklaven durften sich wie Herren benehmen. Als das Christentum sich im Römischen Reich verbreitete, wurde statt Saturnalien die Geburt Christi gefeiert. Da man nicht genau wußte wann dieses Ereignis wirklich stattgefunden hat (es wurden Daten zwischen April und Dezember vorgeschlagen), bestimmte im Jahr 354, Papst Liberius für die Christenheit den 25. Dezember. Die Ausgelassenheit der heidnischen Bäuche blieb erhalten bis zur Reformation. Alles Farbenfreudige, Prozessionen und Spiele waren fortan verboten und Weihnachten wurde ein stilles inniges Familienfest. Seither ist für Kinder der Vorabend von Weihnachten, der heilige Abend, wichtig, denn dann findet durch das Christuskind oder den Weihnachtsmann die Bescherung statt.
Adventskalender, Adventskranz, Weihnachtsbaum und viele Kerzen sind heute feste Bestandteile des Weihnachtsfestes – als wäre es schon immer so gewesen. Daher erstaunt es um so mehr, dass viele dieser Traditionen noch gar nicht so lange zurückreichen. Eine Legende erzählt von einem Kind, welches in einer kalten Winternacht allein im Wald unterwegs war und schließlich an eine Holzfällerhütte klopfte. Der Holzfäller und seine Frau nahmen das Kind auf gaben Ihm zu essen und ein Lager für die Nacht. In der Dunkelheit verwandelte sich das Kind in einen in Gold gekleideten Engel - das Christkind. Als Lohn für die Freundlichkeit erhielt das Ehepaar einen Zweig, den das Christkind von einer Tanne gebrochen hatte. Diesen sollten sie einpflanzen, dann würde er jedes Jahr zu Weihnachten Früchte tragen. Im Jahr darauf trug der Zweig goldene Äpfel und silberne Nüsse - es war der erste Weihnachtsbaum!
Die christlichen Symbolfarben von Advent und Weihnachten sind Rot und Grün. Dabei symbolisiert Grün die Hoffnung auf den Fortbestand des Lebens im dunklen Winter und entsprechend auch die Treue. Rot erinnert an das Blut Christi, das er vergossen hat, um die Welt zu erlösen.
Die Farbkombination von Grün und Rot prägt bis heute den Christbaum, die Tischdekoration, die Weihnachtspost und das Verpackungsmaterial für die Geschenke.
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