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Geschichten zu Weihnachten

 

Von Frau Veronika Rakow wurde uns eine Geschichte zugesandt, die hier verkürzt wiedergegeben wird. Sie erzählt aus ihrer Kindheit, wie sie mit ihrem Bruder und ihrer großen Schwester Gudrun die Adventszeit mit den Eltern verlebte.

Draußen tanzten die ersten Schneeflocken, auf der Straße ist alles ruhig.
Es ist Sonntag und heute ist der erste Advent. Gudrun dreht sich vom Fenster weg und schaut in die schlafenden Gesichter ihrer Geschwister. Wie friedlich doch die beiden Kleinen aussehen. Ach was werden sie herum hüpfen und sich über die ersten Schneeflocken freuen. Moni wird bestimmt gleich raus wollen und einen Schneemann bauen und Helmut, na ja, der Kleine wird es auch kaum erwarten können. Gudrun schaut wieder aus dem Fenster. Was ist das? Eine kleine Hand schiebt sich unter ihrem Arm hindurch, dann kommt der Kopf auch schon vor und Moni klebt mit ihrem pausbackigem Gesicht an der Fensterscheibe:“ Gudi, es hat geschneit! Schau doch mal, die vielen Schneeflocken. Da können wir gleich einen Schneemann bauen!“ Gudrun macht der kleinen Schwester am Fenster Platz, damit sie besser sehen kann. „Nein Moni, das geht noch nicht. Erstens bist du noch nicht gewaschen…“. Moni pustet ihre Backen auf: “Ist doch egal, den Schnee stört es nicht, wenn ich noch nicht fein bin.“ „Was ist los?“ Klein-Helmut krabbelt nun auch aus seinem Bett. Schließlich will er auch wissen, was die beiden sehen. Gudrun hebt ihn hoch, und hält ihn so auf dem Arm, dass er hinaussehen kann. „Ah, wie fein, so viele kleine Schneeflocken! Lass mich runter, ich hole mir gleiche eine Mohrrübe und dann bauen wir einen Schneemann!“ Und schon zappelt er wie wild und strampelt mit den Füßen. Gudrun hat zu tun, ihn festzuhalten. „Helmut, das geht jetzt noch nicht. Mama und Papa schlafen noch. Es ist ja auch noch so früh, nicht mal sieben Uhr. Aber ich habe da eine Überraschung für Mama und Papa vor. Wollt ihr mir dabei helfen?“ Moni stellt sich vor Gudrun und will wieder erst einmal alles genau wissen. „Erst geht ihr zwei ins Bad und wascht euch, und Zähne putzen nicht vergessen. Ich sehe es, auch wenn ich nicht dabei bin, das glaubt ihr doch?!“ Hier sind sich die beiden einig: Gudi sieht alles auch durch die geschlossene Tür. „Also – beeilt euch. Wir wollen den Frühstückstisch schon decken, denn heute ist der erste Advent.“ „Dann können wir heute am Adventskranz eine Kerze anzünden“ jubelt Helmut gleich. „Und bald werden wir dann wieder die leckeren Plätzchen backen“ freut sich Moni. Es duftet nach Tannenzweigen, die in der Vase im Wohnzimmer stehen. Moni schaut sich die kleinen Sterne an, die daran hängen. „Die haben wir im vorigen Jahr gebastelt. Ich bin schon gespannt, was wir in diesem Jahr machen werden“. “Wann zünden wir die erste Kerze an“ will Helmut jetzt wissen. „Am Nachmittag, wenn es draußen dunkel wird, dann bekommt ihr einen warmen Kakao, Lebkuchenherzen und dann wird auch die erste Kerze angezündet“ teilt Gudrun den Kindern mit. Sie jubeln, aber bevor sie ins Bad gehen, wollen sie noch mal bei den Eltern reinschauen, wenn sie schon wach sind, schnell an das Fußende huschen und noch ein wenig kuscheln. Natürlich sind die Eltern schon lange wach. Sie haben das Gespräch ihrer Kinder lächelnd verfolgt. Alle kuscheln sich in das elterliche Bett und Mama erzählt uns, warum wir Advent feiern. Moni weiß, dass an Weihnachten das Christkind geboren wurde und Helmut, dass man an diesem Tag Geschenke bekommt. Gudrun fragt „Wieso gerade wir?“. „Ja“, sagt Papa, „weil wir uns alle freuen, dass Jesus geboren wurde und er unser Retter ist“. „Richtig“ sagt Mama “aber jetzt erst mal raus aus den Betten und schnell alle fertig machen zum Frühstück“

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